Vom Kinderarzt zum Erwachsenenmediziner

In der Regel dürfen Kinderärzte ihre Patienten nur bis zum 18. Geburtstag betreuen, weil sie dann vom Gesetz her erwachsen sind  (Ausnahme: Bei einigen Erkrankungen bzw. in einigen Regionen gibt es Ausnahmeregelungen, wenn keine Spezialisten zur Verfügung stehen).

Erwachsenwerden ist ein Prozess, der nicht mit dem 18. Lebensjahr beginnt oder endet. Du kannst also langsam in die neue Aufgabe hineinwachsen. Zwar besuchst du meist gemeinsam mit einem Elternteil die Arztpraxis, die Untersuchungen und ein Teil des Gespräches finden jedoch mit dem Arzt alleine statt – Schließlich will man nicht alles vor den Eltern besprechen. Du wirst dadurch nach und nach Experte für deine Erkrankung und kannst Fragen, die man dir stellt, alleine beantworten.

Der eigentliche Arztwechsel findet meist später statt. Manche Jugendlichen wechseln schon sehr früh, andere erst wenn es wirklich sein muss. Wann der richtige Zeitpunkt zum Wechsel ist, hängt von verschiedenen Faktoren ab: Fühlst du dich in der kinderärztlichen Praxis noch wohl? Gibt es in der Nähe spezialisierte Ärzte für deine Erkrankung?

Am besten solltest du dieses Thema zusammen mit deinem  Arzt und ggf. deinen Eltern besprechen, ebenso die Frage, wie der Wechsel vonstatten gehen soll.

An manchen Zentren gibt es extra Jugendsprechstunden. Bei anderen gibt es einen „Übergabe-Termin“ gemeinsam mit dem Kinderarzt und dem neuen Arzt. Manche Jugendliche besuchen eine Zeit lang beide Ärzte parallel, d.h. nach dem ersten Termin beim neuen Arzt gehen sie noch einmal zu ihrem Kinderarzt und besprechen mit ihm die Erfahrungen. Wieder andere suchen sich einfach einen neuen Arzt und gehen von da an zu ihm.