Nur eine Chance mit Epilepsie

Ich bin eine junge Frau von 30 Jahren. Wie viele Menschen leide ich an Epilepsie. Ich habe gelernt, damit zu leben. 

Meine Anfälle kann ich mittlerweile gut steuern. Nein, steuern ist das falsche Wort: Vorbeugen!

Ich hab die Erfahrung gemacht, dass ich gegen viele Sachen allergisch bin, z.B. gegen Cola und Fanta. Wenn ich zu viel davon trinke, bekomme ich einen Anfall. So kann ich aus meinen Fehlern lernen und vorbeugen.
Auch Schlafmangel spielt eine große Rolle. Wenn ich z.B. weiß, dass am nächsten Tag eine Feier ist, die bis in die Nacht dauern könnte, mache ich einen Mittagsschlaf oder gehe früher ins Bett.

Ich habe meine Krankheit gut im Griff. Trotzdem finde ich keinen Job!

Ich habe eine 3jährige Ausbildung im Berufsbildungswerk als Bürofachkraft gemacht. Da man dort nur ausbildet, war eine Übernahme nicht möglich. Trotz eines guten Zeugnisses war es sehr schwer, eine Stelle zu finden. Ich vermute, weil ich noch keine Berufserfahrung habe. Aber gerade da beißt sich die Katze in den Schwanz.

Wie soll man Berufserfahrungen sammeln, wenn man keine Chance bekommt, in einem Betrieb zu arbeiten?!

Dennoch habe ich ein Ziel vor Augen: nämlich eine feste Anstellung zu finden. Und ich werde die Hoffnung nicht aufgeben.

Wenn man Ziele vor Augen hat, ist das Leben leichter zu bewältigen. Es muss gar nichts Großes sein, wie ein Haus oder ein teures Auto. Es sind die kleinen Dinge, die im Leben zählen und auf die man zusteuern sollte.

Ich glaube, dass jeder Mensch Ziele braucht, ob mit oder ohne Krankheit!

Ich wünsche mir: NUR EINE CHANCE!

Du bist jung und hast Epilepsie? Dann:  info@junger-treffpunkt-epilepsie.de