Keinn Stress mit CED

1. Wann hast du deine Diagnose bekommen?

Mit 18, durch eine Koloskopie, ca. 3 Wochen nachdem sich die ersten Symptome (v.a. Bauchkrämpfe) bemerkbar gemacht haben.

2. Wie hast du dich dabei gefühlt?

Da ich die Wochen vor Diagnosestellung sehr starke Schmerzen hatte, mich bei zahlreichen Ärzten vorgestellt hatte und u.a. erfolglos auf eine Magenschleimhautentzündung behandelt wurde, war ich im ersten Moment froh, dass eine gesicherte Diagnose eines definierten Krankheitsbildes vorlag. Auch wurde ich von ärztlicher Seite sehr gut beraten und motiviert, was mir zudem die Angst vor schweren Verläufen von chronischen Erkrankungen nahm.

3. Wie ist es dann weitergegangen?

Nach einer Woche stationärem Aufenthalt wurde ich, dank Schmerzmitteln, weitestgehend beschwerdefrei entlassen. Als Medikation erhielt ich damals zunächst Cortison, um die Entzündung einzudämmen. Als die Schmerzen nach einer Woche allerdings zurückkehrten, wurden durch Ultraschall Fisteln festgestellt, so dass eine Abszessspaltung und Teilentfernung des Dünndarms angeraten wurden. Die Operation verlief problemlos. Ich werde seitdem in einer doppelblinden Patientenstudie mit Placeboarm (Infliximab) ambulant behandelt und bin seitdem beschwerdefrei.

4. Was stört dich an deiner Erkrankung? Fühlst du dich dadurch ausgebremst in irgendeiner Hinsicht?

Aufgrund der Tatsache, dass ich derzeit keinerlei Symptome habe und lediglich alle 2 Monate eine Infusion erhalte, hat die Krankheit keinen negativen Einfluss auf mein tägliches Leben. Es besteht nur eine gewisse Unsicherheit, da ich nicht weiß ob und wann ein erneuter Schub auftritt.

5. Hast du Tipps, die dir weitergeholfen haben und die du weitergeben möchtest?

Allen mit „inaktivem“ Morbus Crohn würde ich die Teilnahme an einer Patienten-Studie empfehlen, um auch medikamentös die Möglichkeiten zu haben, einem erneuten Schub vorzubeugen. Zudem fühle ich mich durch die regelmäßigen Ultraschalluntersuchungen + Darmspiegelungen gut überwacht.

6. Dein Schlusswort..?

Ich würde mir nicht all zu viele Sorgen vor potenziell schlimmen Krankheitsverläufen machen; denn Stress ist bekanntlich ein relevanter symptomauslösender Faktor für CED!